Mittelalterliche Musik

Marion Fermés Interesse an der mittelalterlichen Musik wurde schon in der Flötenklasse von Pierre Hamon in Paris geweckt. Später hat sie mehrere Jahre lang die Seminare des Flötisten Pedro Memelsdorff in Barcelona besucht. Dort vertiefte sie unter anderem die Repertoires des italienischen Trecento, des so genannten Ars subtilior, und befasste sich überdies intensiv mit dem Codex Faenza und dem Manuscript von Zypern.
Zusammen mit der Sängerin Marcia Lemke-Kern beschäftigt sie sich auch mit dem Greogrianischen Gesang und mit der Musik der Troubadours.
Die Auseinandersetzung mit diesen Werken mündete zuletzt in der Aufnahme mittelalterlicher Stücke auf der CD „Abbonda di virtu”. Daran nahmen auch Johanna Seitz an der gotischen Harfe und Elisabeth Seitz am Salterio teil. Zudem spielen und singen Marcia Lemke-Kern und Marion Fermé ein Programm mit dem Titel „De loyal l’amour“, das mittelalterliche Musik aus Frankreich, England und Italien präsentiert.
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Mit Musik aus dem Mittelalter führen Marcia Lemke-Kern (Stimme) und Marion Fermé (Blockflöten und Stimme) durch Westeuropa mit Tänzen aus Italien, einem sephardischen Soldatenlied (Spanien), von Süd- bis Nord-Frankreich (im langue d’oc und langue d’oeil) und nach England.
Die Liebe wird hier reichlich besungen, etwa die zur Jungfrau Maria und zu ihrem Sohn, Minnegesang, sowie eine Ballade über einer eher bizarren Leidenschaft zu einer unerreichbaren Dame von Guillaume de Machaut. Aber auch die Kehrseiten der Liebe werden nicht vergessen: der Streit zweier Minnesänger wird zum Beispiel dargestellt, wobei der eine die Liebe lobt, der andere hingegen die Frauen verdammt.

