Tibia Magazin - 1/2012. Konzert vom Ensemble Effusions, Erps Biennale Zürich
Zum Schlusspunkt des Festivals wurden die vier Damen des Ensemble Effusions zu den femmes de shock und lieferten sich eine Baseballschlacht, samt Toy Piano, auf der Bühne. Dabei flochten sie die Stücke kunstvoll ineinander und stetzten sie in Dialog zueinander. So boten sie eine spritzige Performance, der es dennoch nicht an Tiefsinngkeit fehlte.
Tibia Magazin - 4/2011, CD Suites & Correspondances
Musik für Tasteninstrumente und Generalbassbegleitung einmal anders zu erleben als eigentlich vorgesehen, kann sehr reizvoll sein… Den Zuhörer erwartet aber keine leise dahinschwebende Musik, sondern durchaus voller Klang. Die Musiker des Ensembles nutzen die Möglichkeit, die eine Kombination von Blockflöte und Barocklaute bzw. Barockgitarre bieten, auf ihrer Erstlings-CD geschickt aus. Das Ergebnis ist für den Musikfreund, der sich als offen für Experimente zeigt, sehr zufriedenstellend und sollte dem Ausführenden die Angst davor nehmen, dem “Urtext” ab und an mal ein wenig Freiheit zu gönnen. Das dreisprachige Booklet rundet das gelungene Projekt durch vielfältige Informationen ab. Ideal für gemütliche Sommerabende.
Tibia Magazin - 3/2011. CD Abbonda di virtù
„Abbonda di virtù” - „Reich an Tugenden” lockt der Titel einer Sammlung von italienischer Blockflötenliteratur aus 8 Jahrunderten, die die französische Blockflötistin Marion Fermé zusammengestellt hat. Der Titel spielt auf eine Ballata des blinden Musikers Francesco Landini an, die auch im ersten Teil zu hören ist, der der Musik des Trecento, also der italienischen Musik des 14. Jahrhunderts gewidmet ist. Sehr fein abwechslungsreich artikuliert und auch klanglich höchst differenziert klingen „Gebrauchsmusik” wie Saltarelle (mit einleitenden Improvisationen) neben komplexen Stücken eines Landini oder Jacopo da Bologna oder den virtuos verzierten Instrumentalfassungen aus dem Faenza Codex. Klanglich anreichernd treten ein Psalterion (Elisabeth Seitz) bzw. eine gotische Harfe (Johanna Seitz) hinzu.
Ein zeitlicher Sprung versetzt uns dann in die Welt des Frühbarocks: Castello 2. Sonata oder Cimas Sonata ing (mit souveränen Passagi am Barockcello: Gerhart Darmstadt) dürfen da nicht fehlen. Auch hier bestechen die Klarheit der Ansprache sowie packende Durchgestaltung der musikalischen Textur. Ein Solostück für Cembalo ist ebenfalls in dieser Abteilung zu hören: Ercoles Pasquinis Canzona in a-moll interpretiert Isolde Kittel-Zerer mit fein abgestimmten Gesten des Zögerns und Zupacken.
Für das Hochbarock hat sich das Ensemble für eine Kantate von Antonio Vivaldi entschieden. All’ombra di sospetto (RV 678) ist für mich allerdings das am wenigsten überzeugende Stück: Die Stimme der Sopranistin Martina Schänzle und der Klang der Blockflöte mischen sich nicht unbedingt, was auch nicht zuletzt an dem unterschiedlichen Artikulationsstil liegt: Fast „gesprochen” wirkt das Spiel von Marion Fermé, hingegen vergleichsweise linear der Gesang.
Restlos überzeugend hingegen die in den letzten Jahren immer beliebtere virtuose Sonate von Signor Detri. Den Ausklang bilden zwei musikalische Kontrapunkte: Der geheimnisvolle Abschluss Berios Gesti geht in Teddes nicht minder ausdruckstarkes Austro über.
Regina Himmelbauer. Tibia 3/2011
28.09.2010. Solokonzert von Marion Fermé
,,Blockflöte war kaum wiederzuerkennen Marion Fermé räumte beim Abschlusskonzert der Konzertreihe mit Vorurteilen auf.
Beeindrückend ging die diesjährige Konzertreihe ,,Musik in alten Heidekirchen” zu Ende. Die französische Blockflötenspielerin Marion Fermé präsentierte mit ihrer fantastischen Luft-Reise vom 14. bis zum 21. Jahrhundert ein perfektes Resümee für die 37 Jahre, in denen Johann und Eva Grote diese Konzerte organisiert und geleitet haben… ,, Blockflöte kenne ich nur quietschend aus der Schulzeit”, merkte ein Gast an. Mit Doppelflöten, Sopran-, Bass, Alt-Flöten, mit Kopien historischer Instrumente und zu guter Letzt mit mehreren Flöten gleichzeitig räumte die zierliche Französin mit diesem Vorurteil auf. Gaukler und Tanzrhythmen füllten die Kirche. Auf einer Doppelflöte startete sie ihr Programm, wechselte über in die Moderne und ließ experimentelle Klangfarbigkeit erklingen. Vom Renaissance über Barock ging die Ohrenreise zurück ins Mittelalter. Ein spannender Kontrast zwischen den verschiedenen Kompositionsgattungen der Vergangenheit und den lautmalerischen Werken der Gegenwart. Ganz zum Schluss das Lieblingsstück der Flötistin ,,Außer Atem” der Zeitgenossen Moritz Eggert. Da piepte, schnurrte und trillerte es wie aus einem Computerspiel, und nur in kurzen Phasen konnten gewohnte Blockflötenklänge erahnt werden… Marion Fermé spielte bereits für das dritten Mal in Egestorf und sie dankte den Grotes dafür…”
Wiesener Anzeiger 28.09.2010
Augsburger Allgemeine - 22.08.2008. Konzert Mozartiade in Augsburg
„Makellose, betörend klare Stimmen. Die Gruppe La Luth enchantée in St. Peter am Perlach
…perfekt aufeinander eingespielt… So war dieser Mittwochabend in St. Peter am Perlach zu schön, um „lebensecht“ zu sein.
Dem vollkomen Hörerglück am nächsten kam die französische Blockflöten-Virtuosin Marion Fermé. Sie verblüffte mit ihren zwitschernd ornamentierenden Arabesken und verband dies stilsicher mit tänzerischer Grazie, plastische Rhetorik und vollgriffig-emotionalem Fundament.
Auch Jana Mamonowa verstand es makellos, ihre betörend klare und golden strahlende, schlanke Stimme an passender Stelle mit dem rechten Vibrato in Szene zu setzen… Die perfekte Begleitung dazu bildeten Anna Kowalska und Anton Birula. Mit dieser Musik ging es mitten hinein ins barocke England zu wunderbaren Duetten des Accompagnato-Duos, die variierend aus fortwährend gleichem Bassschnitt emporstiegen…
In einem Fussballspiel hätte jedes der rund 20 Stücke als ein Tor zählen müssen.“
HNA – 27.05.2008. Konzert bei der Bad Arolser Barockfestspiele
Über das Programm „ The Theatre of Music“: „Ausgesprochen positives Echo“
…La Luth enchantée spielte Musik, die obwohl gelegentlich recht lebhaft und witzig, doch etwas Sanftes, Meditatives hatte, was bei dem Zuhörern auf ein ausgesprochen positives Echo stieß. Ein Kennzeichnen der Musiker ist neben ihrer ausgesprochenen Spielfreude, dass sie alte Kunst des Improvisirens, wieder belebt haben…
Münchner Merkur - 25.06.2007. Konzert in Freising am 24.06.2007
Die Faszination des “Theatre of Music” brachten ” La Luth enchantée” auf exzellente Weise am Sonntag im Marstall ihrem Publikum nahe.
Mit Jana Mamonova aus Novosibirsk war eine exquisite Sopranistin am Werk, die von kraftvollen Liedern bis zu sanftem und melancholischem Gesang die gesamte Palette beherrschte. Mit Marion Fermé, einer in Hamburg lebenden Französin, war eine außergewöhnliche Flötistin zu erleben, die eine unglaubliche Technik an verschiedensten Blockflöten an den Tag legte. Und mit Anna Kowalska und Anton Birula, beide aus Warschau, saßen zwei Meister der Laute, Theorbe und Barockgitarre im Marstall.
Augsburger Allgemeine - 25.06.2007. Konzert “Ecclesia Concertante”, in Augsburg am 21.06.2007
Über das Programm The Theatre of Music : … “ein Programm zum Eintauchen”.
Zauberhafte Alte Musik, zauberhaft gespielt: Das Ensemble ” La Luth enchantée” machte mit dem Nahmen Ehre und wandelte mit original historischer Sanges- und Spielpraxis St. Peter am Perlach zur “Masque” am Londoner Drury-Lane-Theatre Anfang des 18. Jahrhunderts … Mit religiösem Ernst und lustvoller Musizierfreude “beseelte” das Instrumentalensemble aus dem farbigen, angeschmiegt begleitenden Lautenduo Anna Kowalska und Anton Birula und der mit sprühender, nuancenreich gestalteter Virtuosität begabten Marion Fermé (Blockflöte) diese vielförmigen Lebensbilder. Auch Sopranistin Jana Mamonowa fazinierte durch ihre Gestaltung: Gekonnt reduzierte sie ihre betörende Stimme, hell und leicht timbrierend und ihr Vibrato mit Geschmack und historischem Klanggefühl dosierend, auf das wesenseigen intime Klangvolumen des Trios. Ein Programm zum Eintauchen. (skn)
Magdeburger Volkstimme - 01.08.2006. Konzert am 29.07.2006, Kloster Jerichow
(…) Marion Fermé (Blockflöte) und Michael Fuerst (Cembalo) gaben ein eindrucksvolles Konzert, das einigen Zuhörern noch lange in Erinnerung bleiben wird.
tabulatura.de - Konzert am 06.07.2006 in Hamburg
Wer immer noch meint, die Blockflöte sei ein Instrument, das nur erfunden wurde, um Familienangehörige, Freunde und Bekannte zu mehr oder wenigerfestlichen Anlässen akustisch zuquälen, sollte die Chance ergreifen, ein solches Urteil zu revidieren! Lassen Sie sich auf eine musikalische Reise in das barocke England mitnehmen und von Melodien wie Rhythmen fesseln. Marion Fermé demonstriert technisch ausgereift, dass die Blockflöte ein Instrument mit vielen Klangfarben sein und überaus unterschiedliche Stimmungen erzeugen kann. Ein Konzert mit Charme, vorgetragen mit großer Spielfreudigkeit und musikalischer Souveränität!
Allgäuer Zeitung - 23.05.2006. International Festival der Laute, Füssen, 21.05.2006
Mit “La Luth enchantée” fand sich ein internationales Trio mit großem Format (…) Mit Bravour wurden die tänzerischen Stücke dargeboten. Der warme Ton der Blockflöte, die gekonnten Phrasierungen, die großartig auch in den Verzierungen herausgearbeiteten schwingenden Melodiebögen und die atemberaubenden, exakt sprudelnden Läufe etwa bei den Allegro-Teilen Bachs betörten. Das äußerst gepflegte Zusammenspiel der Lauten bei der Suite von Bach mit herrlichen, synchronen Läufen und Verschlingungen faszinierte. Im Trio schließlich zeigten sie eine sehr einfühlsame Begleittechnik zur melodieführenden Stimme. Mit begeisterten Beifäll wurden die Darbietungen quittiert.
Bertrand Bolognesi pour Anaclase.com. Europa Bach Festival à Paris, concert du 11.11.2005
“…Ouvert par l’aria des Variations Goldberg, à l’écoute de laquelle on remarque immédiatement la profondeur du théorbe, ce moment passé avec Johann Sebastian Bach se poursuit avec le Prélude de la Suite pour violoncelle BWV 1010 donné au luth avec une grande délicatesse par Anna Kowalska, auquel s’enchaîne un arrangement pour flûte à bec et luth de la Suite BWV 997 pour luth, Marion Fermé opposant dans son Prélude un legato nourri au cour de la phrase à un détaché léger dans les motifs ornementaux. On appréciera également le gracieux rebondissement des attaques de la Sarabande , tandis que la Gigue révèle, s’il en est besoin, l’agilité de l’artiste. Après une Chaconne de Robert de Visée en duo théorbe et guitare baroque, les trois musiciens offrent un délicieux Quodlibet. Alors qu’Anton Birula répétait la Suite pour violoncelle BWV 1012 au luth dans une pièce, qu’ Anna Kowalska travaillait de son côté une Canarie de Gaspar Santz à la guitare baroque, l’idée leur vint de jouer les deux pièces, n’ayant à priori rien à voir l’une avec l’autre, ensemble ; là-dessus, Marion Fermé cédait à l’envie de les rejoindre, laissant la flûte entrer dans la danse par des figures semi perpétuelles : ainsi naquit cette gentille fricassée en trio dont le caractère bondissant et festif conclue idéalement la première partie de la soirée. »
Allgäuer Zeitung - 27.06.2005. “Flötenhof” Festival, Konzert am 25.06.2005
Es schien durchaus sinnvoll, sich ganz auf Bach zu konzentrieren, denn umso klarer konnte das Publikum in seiner Serie von Suiten und Partitas der feinen Klangschönheit der Instrumente nachlauschen: den zarten Tongespinsten der gebauchten 24-saitigen Laute mit dem typisch nach hinten abgeknickten Wirbelbrett. (…)
Der Klang der Instrumente ergänzte sich in der Tat wunderbar mit dem warm-verhangenen Ton von Marion Fermés weit ausschwingender Blockflötenstimme, die Bachs Melodielinien nachspürte. Zauberhaft gelangen ihre süßen hurtigen Kantilenen und ihre immer rascheren, atemlosen reich blitzenden Auszierungen von “Gigue” und “Double”. Und auch das “Quodlibet” des Trios entpuppte sich als hinreißender spanisch gefärbter Bachscher Straßentanzsatz.
La Montagne - 16.08.2004 Festival Bach en Combrailles, concert du 15.08.2004
« . en l’église de Condat en Combrailles, Bach priait Gilles Cantagrel de bien vouloir l’excuser auprès du public pour sa maîtrise pour le moins aléatoire de la langue française. Coupable d’avoir féminisé le luth, dans l’intitulé de la suite en sol mineur BWV 998. Sous les doigts d’Anna Kowalska et Anton Birula, le luth prend une dimension et un poids tout autre.
De lutte, il était encore question en cette soirée. Avec l’ange ou le démon, c’est selon. On hésite à ranger Marion Fermé dans l’une ou l’autre catégorie tant sa maîtrise de la flûte à bec dépasse l’entendement.. Une conduite du souffle absolument ahurissante et à la fois confondante de pure beauté et de fraîcheur. »
La Montagne - 12.08.2004 Festival Bach en Combrailles, concert du 11.08.2004
«C ‘est à Saint-Avit que les mélomanes avaient rendez-vous avec trois musiciens d’exception, Anna Kowalska, Anton Birula et Marion Fermé. Un concert magique où luth, guitare baroque, théorbe et flûtes à bec ont enchanté l’auditoire. »
Bertrand Bolognesi pour Anaclase.com - Festival d’Ambronnay, concert jeunes talents du 20.09.2003, Ensemble Haagse Courante.
«…Après une courte pause, l’une des somptueuses sonates pour flûte et basse continue Op.2 (publiées en 1732) de Pietro Locatelli bénéficiait d’une lecture judicieusement aérée, sur le modèle du recitativo, amenant la délicate mélodie du Largo avec évidence, dans une vraie générosité sonore dont on félicitera Marion Fermé… Enfin, Haagse Courante terminait ce concert avec les célèbres dix-sept variations de La Follia, d’après une chanson portugaise, composées à Venise par Palolo Benedetto Bellinzani, prenant congé avec brio… »